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	<title>Gedicht &#8211; Psycho-Path WordPress-Seite</title>
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	<description>Zeitung, Veranstaltungen von und für Psychologie-Studierende und jede Menge Süßes</description>
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	<title>Gedicht &#8211; Psycho-Path WordPress-Seite</title>
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		<title>Mein Kind, wir müssen reden</title>
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		<dc:creator><![CDATA[web9843]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Jun 2023 04:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#42 New Work]]></category>
		<category><![CDATA[#mehr_unterhaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Gedicht]]></category>
		<category><![CDATA[klima]]></category>
		<category><![CDATA[paula-böhlmann]]></category>
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					<description><![CDATA[PAULA BÖHLMANN Hallo, mein Kind. Schön, dass du dich meldest.Ja, ich weiß, du hattest viel zu tun.Das kann ich verstehen. Ehrlich, ich weiß. Aber mein Kind, wir müssen reden. Weitergehen kann es so nicht.Ich habe geschwiegen.Geschwiegen so lange.Doch nun schreibe ich dir dieses Gedicht. Du lebst auf meine KostenUnd das schon seit Jahren.du nimmst und [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">PAULA BÖHLMANN</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hallo, mein Kind. <br>Schön, dass du dich meldest.<br>Ja, ich weiß, du hattest viel zu tun.<br>Das kann ich verstehen. Ehrlich, ich weiß.</p>



<span id="more-2028"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Aber mein Kind, wir müssen reden. <br>Weitergehen kann es so nicht.<br>Ich habe geschwiegen.<br>Geschwiegen so lange.<br>Doch nun schreibe ich dir dieses Gedicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Du lebst auf meine Kosten<br>Und das schon seit Jahren.<br>du nimmst und nimmst und gibst nichts zurück.<br>Du zerstörst meine Kunst und raubst mir die Güter.<br>Höre mich an! Nur einen Augenblick!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich sehe dich und meine anderen Kinder.<br>Es zerreißt mir immer aufs Neue das Herz.<br>Deine Freude, dein Besitz, dein Spielzeug<br>Ihr Wille?<br>Er bedeutet dir rein gar nichts, ihr Schmerz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich weiß, ich bin alt und spießig.<br>Meine Grenzen starr und längst überholt.<br>Ich verstehe, dass du dich wehrst.<br>Ich halt dich am Boden.<br>Während du viel mehr die Lüfte begehrst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch Kind, ich muss dich enttäuschen.<br>Man bekommt nicht immer das, was man will.<br>Ich habe geschwiegen.<br>Geschwiegen so lange.<br>Ab jetzt bin ich nicht mehr still.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich höre dich reden.<br>Oh nein, Mutter ist krank.<br>Sollten wir etwas für sie tun?<br>Quatsch, so launisch war sie schon immer.<br>Wer ist die schon, gegen das Wirtschaftswachstum?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe Fieber.<br>Doch bald wirst du sehen.<br>Es bin nicht ich, die daran zugrunde geht.<br>Ich werde leben. Du wirst dran sterben.<br>Ich werde mich einfach weiterdrehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich weiß, du willst leben.<br>Genießen und Reichtum.<br>Ich versteh das, ehrlich mein Kind.<br>Doch zeig endlich Rücksicht und auch etwas Reue.<br>Sonst spürst du meinen Gegenwind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich gönne dir gar nichts?<br>Ich gönne dir alles.<br>Du hast es dir so hart verdient.<br>Die Dürren, die Stürme, die Fluten, die Feuer.<br>Sind dein Werk und der Beginn deines Falles.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Du bist nur eins meiner Kinder,<br>das haust wie ein Monster<br>und bald schon um Erbarmen fleht.<br>Doch manchmal glaube ich, dass es mir, Mutter Erde,<br>ohne dich, mein Menschenkind, deutlich besser geht!</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Dem Leben die Hand reichen &#8211;Probleme und Perspektiven derSinnfrage</title>
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		<dc:creator><![CDATA[web9843]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Jan 2023 04:08:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#34 Sinn]]></category>
		<category><![CDATA[#mehr_unterhaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Gedicht]]></category>
		<category><![CDATA[sinn]]></category>
		<category><![CDATA[yvonne-friedrich]]></category>
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					<description><![CDATA[YVONNE FRIEDRICH. Ich bücke mich, um meine Schnürsenkel zu binden.Ich studiere, um einen rentablen Beruf ergreifen zu können.Ich blättere in der Zeitung, um meine Langeweile zu vertreiben.Ich denke, um zu verstehen.Schreibe, um verstandenund am Ende wieder vergessen zu werden. Es gibt kaum eine Handlung im Leben,um deren Sinn und Zweck wir wirklich verlegen wären.Außer vielleicht:dem [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">YVONNE FRIEDRICH.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bücke mich, um meine Schnürsenkel zu binden.<br>Ich studiere, um einen rentablen Beruf ergreifen zu können.<br>Ich blättere in der Zeitung, um meine Langeweile zu vertreiben.<br>Ich denke, um zu verstehen.<br>Schreibe, um verstanden<br>und am Ende wieder vergessen zu werden.</p>



<span id="more-1970"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt kaum eine Handlung im Leben,<br>um deren Sinn und Zweck wir wirklich verlegen wären.<br>Außer vielleicht:<br>dem Leben selbst.<br>Wie schmerzhaft,<br>wenn unsere heilige Ratio<br>das zerlegt, was die Basis unserer Existenz bilden soll.<br>Wenn unsere sauberen Finalketten nicht greifen.<br>Weil es nichts gibt,<br>um sie daran aufzuhängen.<br>Weil das schwächste Glied<br>das erste und das letzte sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Antwort 1: Gib mir eine Aufgabe und ich messe mich daran!</strong><br>Kinder kriegen.<br>Geld verdienen.<br>Welt retten.<br>Und am Ende unseres Lebens,<br>da gibt es welche, die es geschafft haben<br>auf einer Likert-Skala von 1 bis 5.<br>Und solche, die am unteren Ende<br>der Gaußschen Verteilung landen.<br>Schade.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Antwort 2: Jeder ist seines Glückes Schmied</strong><br>Wieso sollte irgendjemand<br>auf dieser Erde<br>das Recht haben,<br>mir vorzuschreiben,<br>wozu ich da bin?<br>Wegen Befangenheit disqualifiziert.<br>Soll doch jeder selber wissen.<br>Was er daraus macht.<br>Und ob’s ihm gefällt.<br>Die absolute Subjektivierung von Sinn:<br>Familie, Freunde, Nächstenliebe.<br>Blumen gießen oder Briefmarken sammeln.<br>Irgendwie seltsam.<br>Das kann mir doch keiner erzählen,<br>dass alles erlaubt ist<br>und sich niemand an der Moral probiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Antwort 3: Irgendwas Moralisches</strong><br>Lasst uns Gutes tun.<br>Oder es zumindest versuchen.<br>Und dann als Lehrer falsche Theorien verbreiten.<br>Als Politiker ein schädliches System unterstützen.<br>Als Mutter einen Amokläufer großziehen.<br>Oder als Physiker die Atombombe erfinden.<br>Was wäre, wenn uns das aus Versehen passiert?<br>Lieber nicht.<br>Aber was wäre, wenn<br>die Welt so gemacht ist, dass<br>Gutes auf der einen Seite<br>Leid auf der anderen bringt.<br>Zwangsläufig.<br>Als Naturgesetz menschlicher Wahrnehmung.<br>Der Energieerhaltung verpflichtet.<br>Und dem ökologischen Gleichgewicht.<br>Oder was meinst du &#8211;<br>wenn alle Menschen 100.000 Jahre lang die Welt verbessern,<br>ist es dann nicht mal soweit?<br>Für die bessere Welt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Antwort 3: Kein für uns erfassbarer Sinn</strong><br>Vielleicht gibt es einen überirdischen Sinn,<br>der, weil mit menschlicher Sprache erfragt<br>mit menschlicher Ratio und Konstrukten nicht begreifbar ist.<br>Aber das Wissen, dass da was sein könnte,<br>lässt mich aufatmen.<br>Zurücklehnen.<br>Ein bisschen gesucht. Ein bisschen gefunden.<br>Pflicht erfüllt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Antwort 4: Es gibt ihn nicht und das ist ok</strong><br>Schweißnass, schwer atmend, aber glücklich<br>&#8211; so kennen wir ihn:<br>den Mythos des Sisyphos.<br>Von den Griechen ersonnen<br>und durch Camus verstanden.<br>Die Analogie des Felsbrockens,<br>der Tag für Tag<br>laut polternd ins Tal zurückrollt.<br>Weil das Leben absurd ist<br>und sich immer im Spannungsfeld<br>zwischen der unbändigen Sehnsucht nach Sinn<br>und dem glorreichen Scheitern der Suche derselben<br>den Berg hinaufzwingt.<br>Die Antwort sei einfach:<br>Erkenne dies und du wirst frei sein!</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Antwort 5: Falsche Frage</strong><br>Monsieur Arrogance par excellence<br>wird keine Sekunde seines Lebens dieser Suche widmen.<br>Er weiß Bescheid.<br>Über den Fehler.<br>Den grundsätzlichen. In der Frage.<br>Per definitionem zum Unsinn verdammt.<br>Glücklicherweise.<br>Ist sie irrelevant.<br>Und Ausdruck geistiger Schwäche.<br>Schäm dich.<br>Denn was erwartest du?<br>Wie soll etwas<br>entweder aus sich selbst heraus<br>oder in Bezug zu etwas Äußerem<br>erklärt werden können,<br>wo es doch selbst alles,<br>also auch das Äußerste,<br>umfasst?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Antwort 6: Carpe diem</strong><br>Und den Moment dazu.<br>Atme tief ein.<br>Die Blumen, die Liebe,<br>den Gestank und das Versagen.<br>Das Leben als Selbstzweck.<br>Sei dir selbst genug.<br>Es lebt sich doch gar nicht schlecht.<br>So im Grünen. Unter Gleichgesinnten.<br>Mit Glückskeksen und dem literarischen Katzenkalender.<br>Ein hoch auf die Lebensberatung.<br>Ab und zu ein Stückchen Schokolade.<br>Ausatmen nicht vergessen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Antwort 7: Selbstreflektion</strong><br>Warum frage ich überhaupt?<br>Komme ja doch nicht vorwärts.<br>Lebe ich nicht gut und gern – auch ohne Antwort?<br>Aber wenn ich nicht frage,<br>Wonach soll ich mich richten?<br>Was ist mein Ziel?<br>Wenn jedes andere der Absurdität überführt wird.<br>Warum soll ich dann überhaupt weiter &#8211;<br>weiterlaufen, weiterlernen, weiterleben?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Antwort 42: Der Weg ist das Ziel</strong><br>Sieh doch.<br>Jetzt hast du dir so viele, so wunderbare Gedanken gemacht.<br>So klug, so weise.<br>So reflektiert ins Leere hinein.<br>Die Sinnsuche als Lebensaufgabe.<br>Wen macht sie unglücklich,<br>wenn sie doch das Schönste bereithalten soll?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Antwort 1001: Verzweifelt</strong><br>Je mehr ich suche und frage,<br>desto weniger Antworten offenbaren sich mir.<br>Lauter Fragmente.<br>Die wie Puzzleteile verschiedener Systeme<br>nie zusammenpassen werden.<br>Weil sie aus verschiedenen Welten stammen.<br>Manchmal erliege ich der Versuchung.<br>Greife zur Schere. Wild und entschieden.<br>Schneide all die Ecken und Kanten ab.<br>Dann halte ich ihre aalglatten Seiten aneinander.<br>Und lache. Tue so, als würde es passen.<br>Und wenn ich den Griff löse, fallen sie auseinander.<br>Dann liegen sie da.<br>Einzeln. Zusammenhangslos.<br>Schauen mich an. Oder eigentlich nicht.<br>Bin ihnen gleichgültig.<br>Jemand, der Antworten sucht.<br>Oder zumindest die richtigen Fragen.</p>
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