Who’s Got Rhythm? – Snowball ganz sicher

JANIK DOSTERT. Tanzen, musizieren, singen – all das basiert auf der fundamentalen musikalischen Fähigkeit des Menschen, die Regelmäßigkeit in auditorischen Stimuli zu finden und sich passend dazu zu synchronisieren. Dieses sogenannte Taktgefühl wird als ein sich spontan entwickelnder, musik- und speziesspezifischer Skill angesehen. Nicht jeder Mensch beherrscht diese Fähigkeit jedoch perfekt: ca. 4% der Bevölkerung in Westeuropa und Nordamerika hat beat deafness, eine Form angeborener Amusie, nach welcher man sich nicht rhythmisch zu einem Takt bewegen kann.

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Endorphine und so…?

REBECCA SIEBERT. Sport wird im Moment als eine Art Allheilmittel gehandelt. Du bist nicht zufrieden mit deinem Körper? Probier doch mal Sport zu machen. Du bist gestresst? Geh doch mal ne Runde joggen! Stimmungstief? Mach Sport. Tatsächlich berichten viele Menschen, sich nach dem Sport besser zu fühlen als vorher. Aber warum ist das so? Die Antwort ist, wie so oft, etwas komplexer als das “Na, wegen der Endorphine”, was uns auf diese Frage meistens entgegnet wird. Neben biologischen Mechanismen spielen auch psychologische Komponenten eine Rolle.

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Nachhaltig Handeln

Was die Psychologie zum Umweltschutz beitragen kann – eine Einführung

MARGARETE OVER. Wir ernähren uns vegetarisch oder vegan. Wir kaufen Second-Hand-Kleidung. Wir tun dies aus Verantwortung gegenüber unserer Umwelt und den nachfolgenden Generationen. Wir reisen aber auch gerne in ferne Länder, weil wir jung sind und die Welt entdecken wollen – und leise plagen uns die Gewissensbisse des ökologischen Fußabdruckes. In unserem Alltag müssen wir häufig abwägen zwischen widerstreitenden Einstellungen, Wünschen und Vorstellungen. Der Klimawandel und seine Folgen sowie die Endlichkeit der Ressourcen gehören zu den größten Herausforderungen unserer Zeit. Doch steigen der Konsum und der Ressourcenverbrauch trotz effizienter Technologie unaufhaltsam an. So setzt sich mittlerweile die Erkenntnis durch, dass das menschliche Verhalten ein entscheidender Faktor im Gefüge ist. Und da liegt nichts näher als eine psychologische Perspektive. 

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Vom Hörsaal zur Professur

Wo sind denn hier die Frauen hin?

JULIANE LUCAS. Schaut man sich während einer Psychologie-Vorlesung im Hörsaal um, ist es nicht schwer zu erkennen, welches Geschlecht überproportional unter den Studierenden vertreten ist: über 75 % der Psychologie-Bachelor- und Masteranfänger:innen sind weiblich. [1] Wenn man den Vorlesungssaal jedoch verlässt und einen Blick in die Büros des akademischen Hochschulpersonals wirft, sinkt der Anteil angestellter Wissenschaftlerinnen rapide – und noch mehr auf dem Weg zu Inhaberinnen einer Professur.  

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The successful self-treatment of my case of writer’s block

Kurioses, Spektakuläres und Schockierendes aus der Forschung

PAULA BÖHLMANN. Jedes Semester erneut einen Psycho-Path-Artikel zu schreiben, hat meine Kreativität beansprucht. Natürlich gibt es noch so viele Themen, aber mir springt nicht DAS Thema ins Auge. Das nennt man wohl Schreibblockade. Was kann ich dagegen machen? Ich könnte es natürlich D. Upper gleich tun. Sein Artikel „The unsuccessful self-treatment of a case of ‘writer’s block’“ wurde im peer-reviewed Journal of applied behavior analysis publiziert. Das Besondere an dem Artikel: er besteht aus nichts außer der Überschrift und einem Kommentar eines Reviewers. Es ist einfach eine leere Seite [1]. Dieser Artikel hat auf eine sonderbare Art meine Schreibblockade gelöst. Er half mir, die Inspiration zurückzufinden, denn nun brannte mir eine Frage unter den Nägeln: Welche weiteren Kuriositäten hat die (psychologische) Forschung noch zu bieten? Bei meiner Recherche stieß ich auf viele lustige und teilweise schockierende Forschungsprojekte. Eine kleine Auswahl möchte ich mit euch teilen.

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